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Ankündigung

Quickborn erhält Bad-Rechte

Veröffentlicht: 01.04.2026
Autor: Dirk Mohrdiek
Ein erstes symbolisches Schild ist bereits an der Ortseinfahrt am Himmelmoor aufgestellt.
Bad Sandfurth anno 1825 - hier entsteht das neue Lehrschwimmbecken.
So wird das neugebaute Spa- und Wellnesszentrum aussehen.

Stadt erhält offiziellen „Bad“-Titel zurück

Quickborn – Was lange währt, wird endlich gut: Nachdem das Quickborner Freibad in den vergangenen Jahren wieder an alte Beliebtheit anknüpfen konnte und Kult-Status erreichte, ist es nun offiziell – die Stadt Quickborn darf sich ab sofort „Bad Quickborn“ nennen.

Bürgermeister Thomas Beckmann stellte die überraschende Entwicklung während der Überreichung der Urkunde mit sichtlichem Stolz vor. „Das ist ein historischer Moment für unsere Stadt. Wir haben lange darauf hingearbeitet, und nun ist es endlich gelungen, die entsprechenden Rechte zu erhalten“, erklärte er vor zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Hintergrund der Entscheidung ist laut Stadtverwaltung nicht zuletzt ein kreativer Ausgleich: Nachdem Quickborn bei der Vergabe des begehrten Kfz-Kennzeichens mit dem Buchstaben „Q“ leer ausgegangen war, suchte man nach einer ebenso prestigeträchtigen Alternative – und wurde fündig. „Ein ‚Bad‘ im Namen ist schließlich mindestens genauso viel wert“, so Beckmann augenzwinkernd.

Rückkehr zu den Wurzeln

Mit der neuen Namensgebung knüpft die Stadt bewusst an ihre historische Badetradition an. Bereits im Jahr 1825 eröffnete der Brauereibesitzer Jasper Schomaker an der Tangstedter Straße das erste Freibad der Region unter dem Namen „Bad Sandfurt“. Dieser traditionsreiche Ort soll nun erneut eine zentrale Rolle in der Stadtentwicklung spielen.

Lehrschwimmbecken als nächster Meilenstein

Als ersten konkreten Schritt auf dem Weg zur „Bad“-Stadt plant Quickborn den Bau eines modernen Lehrschwimmbeckens – und zwar genau an jener historischen Stelle, an der einst „Bad Sandfurt“ seine Gäste empfing.

„Damit schließen wir nicht nur den Kreis zur Geschichte, sondern investieren auch gezielt in die Zukunft der Schwimmausbildung“, betonte Bürgermeister Beckmann. Besonders die DLRG Quickborn begrüßt die Pläne ausdrücklich. „Ein zusätzliches Lehrschwimmbecken wäre ein großer Gewinn für unsere Arbeit und die Sicherheit im Wasser - schließlich können wir nun Schwimmausbildung rund um das Jahr anbieten“, heißt es aus den Reihen der Lebensretter. 

Ein vormals angedachter Standort im Freibad wurde verworfen, da das Areal für ein zukünftiges Spa- und Wellnesszentrum mit Sauna und Kneipp-Anwendungen genutzt werden soll. Die Stadtverwaltung sicherte jedoch die Einrichtung eines Shuttle-Services zwischen den Standorten der Bäderanlagen zu. Auch die Anbindung der Schulen ist Teil des Konzeptes. Eine langgezogene Rutsche vom Freibad ins neue Lehrschwimmbecken wird zur Zeit statisch untersucht, da die Rutsche im Freibad neu gebaut werden muss. Dies könnte den Shuttleservice entlasten oder überflüssig machen.

Große Pläne für „Bad Quickborn“

Langfristig denkt die Stadt sogar über weitere Maßnahmen nach, um dem neuen Titel gerecht zu werden. Diskutiert werden unter anderem zusätzliche Liegewiesen, das Spa- und Wellness-Zentrum im Freibad, eine Kurpromenade entlang der Pinnau sowie die Einführung einer ortseigenen „Quickborner Heilquelle“. Vor dem Rathaus wird eine öffentliche Kneipp-Anlage errichtet werden, die den seit langem verwaisten Brunnen ersetzen wird. Für die Heilquelle wird während des  Neubaus des Wasserwerkes sogar eine zusätzliche Tiefenbohrung niedergebracht, die besonders mineralhaltige Grundwasservorkommen erschließen soll. Da dieses Grundwasserfeld allerdings auf der Grenze zur Nachbargemeinde Ellerau liegt, ist hier mit mittlerweile traditionell gewordenen Auseinandersetzungen beider Bürgermeister zu rechnen, so dass sich die Inbetriebname bis ins kommende Jahrzehnt verzögern dürfte.

Ob und wann diese Visionen Realität werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Quickborn hat mit dem neuen Titel ein weiteres Kapitel seiner Stadtgeschichte aufgeschlagen. Und die neuen Namensrechte sind nur ein Kapitel von vielen weiteren.

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